Stiftungsdorf Ellener Hof – ökologisch gebaut, bunt gemischt

Senatorin Anja Stahmann und Jan Bleckwedel, Vorsitzender der Refugio Stiftung bei der Eröffnung des neuen Hauses

Rund 500 Wohnungen für rund 1000 Menschen sollen in den nächsten Jahren in Bremen-Blockdiek  entstehen. Baustaatsrat Jens Deutschendorf, Alexander Künzel, Vorstandsvorsitzender der Bremer Heimstiftung, und Senatsbaudirektorin. Iris Reuther stellten jetzt eine Ausstellung zum Wohnungsbauvorhaben „Stiftungsdorf Ellener Hof“ vor. „Es soll ein buntes, vielfältiges  Viertel entstehen. Hier sollen  soziale Fragen, Klimaschutz und Mobilität modern bearbeitet werden“, so Alexander Künzel.

Das zentrale Motiv für die Bremer Heimstiftung als Flächeneigentümerin für das neue Stiftungsdorf ist das urbane, vernetzte Dorf. Auf dem knapp 100.000 Quadratmeter großen, seit vielen Jahren wenig genutzten und mit einem hohen Zaun abgeriegelten Gelände wird auf der Basis dieses Grundgedankens ein sozial-ökologisches Dorf entstehen. Neben Wohnungen für Studierende, für ältere und behinderte Menschen werden auch etwa 100 geförderte Sozialwohnungen errichtet werden. Die Bremer Heimstiftung wird mit vielen verschiedenen Bauinteressenten, mit den Bremer Wohnungsbauunternehmen aber auch mit vielen privaten Trägern die neue Bebauung im Ellener Hof realisieren. Dabei wird das Grundstück im Besitz der Heimstiftung bleiben. Für die einzelnen Baugrundstücke werden Erbbaurechte langfristig vergeben.

„Mit im Boot sind schon über 20 Nutzerorganisationen wie zum Beispiel die Lebenshilfe, die Volkshochschule oder ein Kita-Träger“, so Künzel. Entstehen soll auch ein von Menschen mit Beeinträchtigungen bewirtschafteten Café und Kiosk oder die Möglichkeit zur Fahrradreparatur. Die als Bestandsgebäude vorhandene Kulturaula wird bereits heute in der Regie eines Kulturvereins bespielt und zu vielfältigen Aktivitäten genutzt.

Diese große Nutzungsvielfalt sowie eine Vielzahl an Trägern mit professionellem und ehrenamtlichem Engagement bilden das Grundgerüst für eine bunte Bewohnerschaft aus Jung und Alt, multikulturell und sozial durchmischt. Gemeinsame Treffpunkte, Orte zum Spielen und für Gemeinschaftsprojekte sind in den Freiräumen angelegt, denen eine Schlüsselfunktion für den Austausch im Quartier zukommt.

Erhalten werden soll ein Großteil der vorhandenen Baumbestände und einige markante und erhaltenswerte Gebäude. Gebaut werden soll mit recycelbaren Materialien und vorwiegend mit Holz.

Das Stiftungsdorf Ellener Hof soll auch Modellquartier für „Klimaschutz durch Fahrradverkehr“ werden. Damit soll eine fahrradfreundliche Infrastruktur im Gebiet entstehen, zum Beispiel durch mehr öffentlich nutzbare Fahrradabstellmöglichkeiten oder durch eine zentrale Paketstation, von der aus mit Lastenrädern die immer zahlreicher werdenden Pakete und Päckchen im Quartier verteilt werden.

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