Initiativkreis Bremer Armutskonferenz fordert: Soziale Spaltung und zunehmende Armut in Bremen konsequenter bekämpfen!

Die Bremer Armutskonferenz, ein Bündnis vieler zivilgesellschaftlicher Organisationen in Bremen, sieht weiterhin eine Zunahme der Armutsgefährdung in Bremen und fordert andere und umfassende Maßnahmen zur Armutsbekämpfung. „Allen politischen Akteuren in Bremen muss klar werden, dass die Überwindung der sozialen Spaltung und die Reduzierung der Armut eine entscheidende landes- und kommunalpolitische Aufgabe ist“, sagt Inge Danielzick, Sprecherin der Bremer Armutskonferenz.

Trotz einer leicht rückläufigen Arbeitslosigkeit ist die Quote der Armutsgefährdung im Land Bremen im Vergleich zu 2014 im Jahre 2015 von 24,1% auf 24,8% und in der Stadt Bremen von 22,5% auf 23,1% weiter gestiegen! Besonders betroffen sind Kinder und deren Familien, Jugendliche und junge Erwachsene, Langzeitarbeitslose und Arbeitnehmer in prekären Arbeitsverhältnissen, Alleinerziehende und Migranten. Die soziale Polarisierung zwischen den Stadt- und Ortsteilen hat weiter zugenommen, die Armut und soziale Ausgrenzung hat sich weiter verfestigt.
Nach Auffassung des Initiativkreises ist es bisher nicht hinreichend gelungen, dafür zu sorgen, dass die Bekämpfung der Armut als Querschnittsaufgabe in allen Ressorts allerhöchste Priorität genießt.
Der Initiativkreis Bremer Armuts- und Chancenkonferenz fordert ein auf mehrere Jahre angelegtes und nach Ressorts gegliedertes Rahmenprogramm zum Ausbau der sozialen Infrastruktur.
Der Initiativkreis Bremer Armuts- und Chancenkonferenz ist ein soziales Bündnis aus dem Paritätischen Bremen, der Arbeitnehmerkammer, der Arbeiterwohlfahrt, dem Bremer Rat für Integration, der Caritas, dem DGB, dem Diakonischen Werk, dem Deutschen Roten Kreuz, der Bremischen Evangelischen Kirche und dem Katholischen Gemeindeverband in Bremen. Kooperationspartner sind Bremens Quartiersmanagerinnen und -manager. Das Bündnis organisierte bereits im November 2013 und im Februar 2016 zwei große Armutskonferenzen zu den Themen „Kinderarmut“ und Jugendarmut“.

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