Helfen macht Spaß!

Freiwillig Engagierte verteilen Getränke beim Friedenslauf 2016

Menschen mit Behinderungen engagieren sich freiwillig

Beim Spieltreff im Bürgerpark Spiele erklären, beim Seniorentreff Kaffee ausschenken oder mit Senioren spazieren gehen, beim Friedenslauf den durstigen Läufern Wasser und Apfelschnitze reichen – auch Menschen mit Beeinträchtigungen können sich ehrenamtlich engagieren und haben vor allem auch Spaß daran, sich gemeinsam mit anderen Menschen für eine gute Sache einzusetzen.

Wie finden Menschen mit Beeinträchtigungen eine ehrenamtliche Aufgabe, die zu ihnen passt? Wie finden Interessierte und Organisationen zusammen? Die Lebenshilfe Bremen hat daraus ein Projekt gemacht und mit Julia Mandos eine Mitarbeiterin gefunden, die dieses „Matching“ betreute. „Wir haben vorwiegend Menschen, die in Einrichtungen der Lebenshilfe wohnen, gefragt, ob sie sich ein ehrenamtliches Engagement vorstellen könnten und wo sie am liebsten arbeiten würden. Und wir haben passende Organisationen und Aufgaben gesucht“, so Mandos.

Der Erfolg gab dem Projekt Recht. Beim Schlagernachmittag der Bremer Heimstiftung halfen die Freiwilligen beim Auf- und Abbau und versorgten die Senioren mit Kaffee und Kuchen, sie halfen bei der Gartenarbeit oder beteiligten sich an Aufräum- und Müllaktionen. Dabei war es oft sinnvoll, dass Tandems von Menschen mit und ohne Behinderungen zusammenarbeiteten. Für alle waren die Engagements und Begegnungen ein Gewinn. „Die Veranstalter und Organisationen haben gesehen, dass sie Menschen mit Behinderungen mehr zutrauen können, als sie zunächst dachten. Und die Freiwilligen erhielten Anerkennung für ihre Arbeit und stärkten ihr Selbstbewusstsein“, so Mandos.

Finanziert wurde das Projekt mit Hilfe von Spenden der Wilhelm Kaisen Bürgerhilfe. Im April 2017 läuft die Finanzierung aus. Es soll aber weitergehen. Die Freiwilligen-Agentur Bremen sucht dann für die Freiwilligen Orte, wo sie helfen können.

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