Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz feierte 10-jähriges Bestehen

Freuen sich gemeinsam über die 10 Kerzen auf der Geburtstagstorte der Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz im Haus im Viertel (v.l.n.r.): André Vater, Bremer Heimstiftung, Brigitte Lange sowie Rüdiger Daartz, beide PDB. Foto: Martin Rospek

Ein geschützter Ort mit Blick über die Dächer des Bremer „Viertels“

„Ich freue mich sehr, dass es uns gelungen ist, diese Einrichtung fest in das Leben im Bremer ‚Viertel‘ zu integrieren“, erklärt Rüdiger Daartz, Geschäftsführer der Paritätischen Dienste Bremen. Im Dezember 2006 zog die erste Mieterin in die Räumlichkeiten der Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz im Haus im Viertel der Bremer Heimstiftung ein.

„In den letzten Jahren hat sich die Wohngemeinschaft im Haus im Viertel zu einem häufig nachgefragten Angebot entwickelt“, zieht Rüdiger Daartz Bilanz. Das liege nicht zuletzt daran, dass diese Wohnform gerade für Menschen mit Demenz eine gute Alternative zum klassischen Pflegeheim darstelle. Sie ermöglicht Gemeinschaft sowie ein Leben in familiären Strukturen, bietet aber zugleich Übersichtlichkeit und gewohnte Alltagsabläufe für Orientierung und mehr Sicherheitsgefühl. In der Wohngemeinschaft für Menschen mit Demenz im Haus im Viertel können Mieterinnen und Mieter auf rund 240 Quadratmetern im 2. Stock des Alten Fundamtes in einer offenen Wohnküche, in einem Gemeinschaftsraum und auf einer großen Dachterrasse ihren Alltag gemeinsam gestalten. Das eigene Zimmer bietet ihnen Ruhe und Entspannung. Rund um die Uhr sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Paritätischen Dienste vor Ort. Sie zeichnen für Pflege und Betreuung der Mieterinnen und Mieter verantwortlich.

Acht ältere Menschen leben in der WG. Tagsüber werden sie von mindestens zwei Pflegekräften begleitet, die zudem häufig von Schülerinnen oder Schülern in der Pflegeausbildung unterstützt werden. Gerade diese Personalausstattung und die Kleinräumigkeit seien es, die eine besonders familiäre und persönliche Atmosphäre entstehen ließen. „Bei uns geht es zu wie in einer typischen ‚WG‘. Es wird gemeinsam gegessen, der Einkaufszettel geschrieben und kleine Besorgungen erledigt“, beschreibt Brigitte Lange, Mitarbeiterin und Teamleitung der Paritätischen Dienste, das tägliche Geschehen.

Abläufe, in die neben ihren Kolleginnen und Kollegen auch die Angehörigen oder die gesetzlichen Betreuer der Mieterinnen und Mieter eingebunden sind. Sie haben Mitspracherechte, was das Zusammenleben in der WG und die Organisation vor Ort angeht, schauen auf einen Kaffee vorbei, gehen mit Bewohnern einkaufen und begleiten ein Fest oder einen Ausflug.

Die Bremer Heimstiftung vermietet die Räume und sorgt mit den Angeboten des Hauses im Viertel und seiner Kooperationspartner dafür, dass Mieterinnen und Mieter „mitten im Quartier“ nicht nur einen geschützten, sondern auch lebendigen Wohnort erleben.

 

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