Ein Haus für Refugio

Verein kauft Haus für Arbeit mit Flüchtlingen

Seit 27 Jahren finden Menschen, die vor Krieg, Verfolgung und Diskriminierung geflohen sind, Unterstützung bei Refugio Bremen. Über 300 Menschen nehmen jährlich die kostenlose psychosoziale Beratung und eine therapeutische Behandlung in Anspruch. Das bestehende Behandlungszentrum in der Parkstraße platzte aus allen Nähten, es gab nicht genügend Behandlungsräume und Arbeitsplätze für die MitarbeiterInnen. 

Die Stiftung Refugio hat nun mithilfe von Spenden vieler Bremerinnen und Bremer eine Lösung für die Raumnot finden können: Ein eigenes Haus für Refugio in der Straße Außer der Schleifmühle, direkt neben dem Haus des Paritätischen Bremen. Noch muss das Haus umgebaut werden, im Juni 2017 soll dann Einzug und Eröffnung sein. 

Zu dem Anfangskapital der Refugio-Stiftung von 100.000 Euro kamen in den letzten Jahren viele kleine Spenden. „Zudem haben wir alle unsere Förderer gefragt, ob sie uns mit einem Darlehen unterstützen“, sagt Gerd Wenzel, ehrenamtlicher Vorstand der Refugio-Stiftung. Die Resonanz war so groß, dass der Hauskauf möglich wurde. 

Zentral gelegen, bieten die neuen Räume auf drei Etagen ausreichend Platz für Gruppen und Einzeltherapien, Kunsttherapieangebote und Fortbildungen. Auch ein Raum speziell für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen wird eingerichtet. 

Trotz der dann größeren Räume fehlt es an Ressourcen. 240 neue Klienten hat der Verein im September aufgenommen. Zusammen mit den laufenden Behandlungen ist der Verein ausgebucht.   „Wir vermitteln dann natürlich auch an Fachärzte; Kliniken oder andere Beratungsstellen“, sagt Mitarbeiterin Annette Dunker. Gesucht werden neben Therapeuten auch qualifizierte Dolmetscher. 

 

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