Viel Platz für Vielfalt: Quartierszentrum in Bremen-Huckelriede eröffnet

Corinna Mindt und Neele Buchholz von tanzbar_Bremen bei der Eröffnung des Quartierszentrums. Im Hintergrund Sozialsenatorin Anja Stahmann, GEWOBA-Vorstand Peter Stubbe und Bausenator Joachim Lohse (v.l.)

Gefördertes Wohnen, Stadtteilküche, Kita und Familienberatung 

Am 25.10.2016 öffnete das Quartierszentrum Huckelriede offiziell seine Türen. Nach knapp zweijähriger Bauzeit übergaben Sozialsenatorin Anja Stahmann, Bausenator Joachim Lohse und GEWOBA-Vorstand Peter Stubbe die Räume an die Betreiber – den Martinsclub Bremen e. V., das SOS-Kinderdorf Bremen und das Amt für Soziale Dienste. „Ein solches Haus haben wir in Bremen noch nicht“, sagte Sozialsenatorin Anja Stahmann. Aufgabe dieses neuen Huckelrieder Mittelpunkts ist, Begegnungen und nachbarschaftliches Miteinander zu ermöglichen. Vernetzung, Integration und Inklusion werden hier heimisch.

Im Erdgeschoss des Quartierszentrums betreut bereits seit August das SOS-Kinder- und Familienzentrum 50 Kinder in Krippen- und Kitagruppen. Unterstützung für Schwangere und junge Familien bietet eine Frühberatungsstelle, die das Amt für Soziale Dienste in Kooperation mit dem SOS-Kinderdorf betreibt. Ergänzend wird das Haus der Familie Obervieland Seminare und Beratungen für Eltern und Alleinerziehende im Quartierszentrum anbieten. Auch sind Sprechstunden des Jugendamts sowie der Sozialberatung geplant.

Eine inklusive Wohngruppe und integrative Gastronomie richtet der Martinsclub Bremen e. V. im Quartierszentrum ein. Die Wohnungen in den oberen Stockwerken vermietet die GEWOBA ab November. Mit 41 geförderten Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen richtet sich das Wohnungsangebot vor allem an kleine Haushalte und Familien mit geringem Einkommen. Bisher einmalig in Bremen ist das inklusive Wohnkonzept vom Martinsclub Bremen e. V. und der GEWOBA. Sieben Wohnungen sind für Klienten des Martinsclub Bremen reserviert, die bisher im Wohnheim Haus Huckelriede lebten. Die Wohnungen werden zu einem Wohn- und Pflegebereich gestaltet: „Damit gehen wir einen weiteren wichtigen Schritt, Menschen mit Beeinträchtigung ein eigenständiges Leben inmitten der Gesellschaft zu ermöglichen“, so Thomas Bretschneider, Vorstand vom Martinsclub Bremen. Dazu gehört auch Beschäftigung: Im November eröffnet der Martinsclub Bremen seine zweite integrative Stadtteilküche, das „MARIE WESER“. Unter dem Leitsatz „Echtes Essen für alle“ kocht die Fernsehköchin Luka Lübke mit Menschen mit und ohne Beeinträchtigung. Das Lokal soll tagsüber ein offen sein für alle Bewohner des Stadtteils. Abends sollen kulinarische Kulturveranstaltungen auch Menschen von der anderen Weserseite anlocken.

In den Neubau investierte die GEWOBA rund 13 Millionen Euro, 2,46 Millionen Euro davon stellte das Land Bremen aus dem 1. Wohnraumförderungsprogramm bereit. Der Ausbau des Quartierszentrums wurde mit rund 800.000 Euro aus dem Bund-Länderprogramm „Stadtumbau West“

 

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