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Infos aus den Mitgliedsorganisationen
Bremische Straffälligenbetreuung legt Jahresbericht vor
Der Verein Bremische Straffälligenbetreuung bietet seit vielen Jahren straffälligen Menschen Hilfe und Beratung an. Ziel ist immer die Hilfe zur Selbsthilfe. In den vergangenen zwei Jahren suchten 452 Männer sowie 117 Frauen Hilfe beim Verein. Oft sind es alleinstehende Menschen, die sonst keine Unterstützung finden. Darüber hinaus suchten 37 Angehörige, meist Frauen von inhaftierten Männern, den Rat der Experten.
Viele Hilfesuchende haben ein Bündel von Problemen. Keinen Schulabschluss oder Ausbildung, keine Wohnung nach der Haft, psychische Probleme und Schulden. Mit rund 30.000 Euro Schulden wird ein Strafgefangener im Durchschnitt heute entlassen. Eine gewaltige Summe für Menschen, die über kein eigenes Einkommen verfügen. Umso wichtiger ist die Schuldnerberatung, die der Verein anbietet. Entschuldungshilfen können zur Vermeidung von Rückfällen beitragen. Allein in der Justizvollzugsanstalt Bremen sitzen regelmäßig rund 50 Personen Ersatzfreiheitsstrafen ab, weil sie ihre Geldstrafen nicht bezahlen können. In manchen Fällen rät der Verein seinen Klienten dazu, einen Kredit aufzunehmen, um die Gläubiger loszuwerden. Die Bürgschaft übernimmt der Verein.
In der Beratungsstelle des Vereins unterstützen drei Pädagogen die Ratsuchenden bei der Entlassungsvorbereitung, beim Umgang mit den Ämtern und der Justiz und bei der Arbeits- und Wohnungssuche. In einem ambulanten Wohnprojekt und in Wohnung können die Haftentlassenen intensiv betreut werden, bis sie wieder auf eigenen beinen stehen können.
Es findet sich auch Positives im Bericht. Seit kurzem bieten Pädagogen aus Ottersberg jungen Häftlingen Theaterspielen an. Nun hofft der Verein auf Spender, die die Arbeit mit jungen Häftlingen auch künftig unterstützen.