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Jugendhilfe-Software „EDE“ verbessert Arbeit in den Erziehungshilfen

Programmentwickler Hans-Christian Scherzer (l) und Christian Erzberger mit "EDE"

Rund 1500 Kinder und Jugendliche erhalten in Bremen derzeit ambulante Leistungen der Erziehungshilfe. Oftmals arbeiten gleich mehrere Sozialarbeiter, Psychologen oder Mitarbeiter des Amtes für soziale Dienste mit den Kindern und deren Familien. Für sie ist es wichtig, über ein System zu verfügen, mit dem sich die konkrete Arbeit einfach und für alle Beteiligten verständlich dokumentieren lässt, mit dem Ziele beschrieben und Entwicklungsfortschritte der Kinder und Eltern nachvollziehbar gemacht werden können.

Für Sozialpädagoginnen und Pädagogen, die in der Kinder- und Jugendhilfe mit benachteiligten Familien arbeiten, gibt es jetzt ein neues Werkzeug: EDE - elektronisches Dokumentationssystem in den Erziehungshilfen. Entwickelt wurde die neue Software von der GISS-Consult-GmbH, einer Tochter-GmbH von drei gemeinnützigen Organisationen: Dem Paritätischen Wohlfahrtsverband, Landesverband Bremen e.V. sowie der GISS e.V. und dem Bremischen Jugendhilfeträgers Hans-Wendt-Stiftung.

Die Entwicklung des Programms erfolgte in enger Zusammenarbeit mit den Pädagoginnen und Pädagogen der Caritas-Erziehungshilfe und der Hans-Wendt-Stiftung. Für die Praktiker hat EDE viele Vorteile „ Mit EDE können alle MitarbeiterInnen, die an einem Fall arbeiten, auf die Fallakte zugreifen und Handlungspläne oder Berichte schreiben. So sparen wir viel Zeit, die in die Arbeit mit den Familien fließen kann“, sagt Michael Bücken von der Caritas- Erziehungshilfe.

„EDE“ kann aber noch mehr als effektiv dokumentieren und kommunizieren. „Herzstück des Programms ist eine sozialpädagogische Diagnostik“, sagt Soziologe Christian Erzberger von GISS e.V., der an der Entwicklung der Software mitgearbeitet hat. Damit erhalten Sozialpädagogen eine Anleitung, wie sie den Hilfebedarf eines Kindes und seiner Familie ermitteln können.

Der Datenschutz wird durch gestaffelte Nutzungsrechte gewährleistet. Das System bietet ein internes Benachrichtigungssystem und enthält separate Bögen zur Bewertung von Risiken bei Kindeswohlgefährdung.

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